Phytotherapie

Die Pflanzenheilkunde ist wohl die älteste Form der Erfahrungsheilkunde und auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Seit Jahrtausenden beobachteten die Menschen das Wachsen und Werden von Pflanzen, studierten Heilkundige deren Eigenschaften und bedienten sich bei den unterschiedlichsten Beschwerden erfolgreich ihrer heilenden Kräfte. Dieses Wissen wurde über viele Jahrhunderte hinweg von einer Generation zur nächsten weitergegeben und war allgemein bekannt im Volk.

Durch die Errungenschaften der modernen Medizin und deren Möglichkeiten, Wirkstoffe synthetisch herzustellen, wurde das Wissen um die Pflanzenheilkunde verdrängt und geriet in Vergessenheit. Heute interessieren sich jedoch wieder mehr und mehr Menschen für diese Art des Heilens.

In der Pflanzenheilkunde kommen als Heilmittel ganze Pflanzen oder Pflanzenteile, wie Blüten, Blätter, Rinden oder Wurzeln, zur Anwendung.

Diese werden frisch oder getrocknet als Säfte, Tee, Tinkturen, Salben, Extrakte, Pulver oder Dekokte (Auskochungen) therapeutisch angewendet.

In der Pharmakologie unterteilt man die Heilpflanzen nach der Stärke ihrer Wirksamkeit in drei Arten:

  • milde Pflanzen (Mite)
  • starke Pflanzen (Forte)
  • sonstige Pflanzen, die keine gesonderte Kennzeichnung haben

Pflanzliche Präparate haben ein breiteres Wirkungsspektrum und wesentlich weniger Nebenwirkungen als synthetisch hergestellte Medikamente.